{"id":1349,"date":"2026-01-15T11:41:52","date_gmt":"2026-01-15T10:41:52","guid":{"rendered":"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/?p=1349"},"modified":"2026-01-15T16:21:13","modified_gmt":"2026-01-15T15:21:13","slug":"irgendwo-im-nirgendwo-zwischen-sincity-und-bladerunner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/index.php\/2026\/01\/15\/irgendwo-im-nirgendwo-zwischen-sincity-und-bladerunner\/","title":{"rendered":"Irgendwo im Nirgendwo zwischen Sin City und Blade Runner"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\" id=\"top\"><strong>Ein au\u00dferordentlicher Blick auf das Verm\u00e4chtnis der andauernden USBesatzung &#8211; siehe auch die<\/strong> <a href=\"#alert\">rot markierte Anmerkung<\/a><strong> &#8211; <\/strong><strong>im besten Deutschland aller Zeiten.<br>Bis auf die oberfl\u00e4chliche Betrachtung zu Bismarck und seines Erfolgskonzeptes, Deutsches Reich, welches 1871 im SpiegelSaal zu Versailles gegr\u00fcndet wurde &#8211; eine ganz andere Geschichte &#8211; treffen die beschriebenen Gegenwartsszenen im Alltag des BRDL\u00fcgenSystems den Nagel auf den Kopf.<\/strong><br><br><strong>Der OriginalArtikel ist <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/love-in-vain\">hier<\/a> verlinkt.<br>Bleibt zu hoffen, dass er nicht irgendwann &#8222;verloren&#8220; geht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"305\" height=\"66\" src=\"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1350\" srcset=\"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/image.png 305w, https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/image-300x65.png 300w, https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/image-150x32.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 305px) 100vw, 305px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Herausgegeben von&nbsp;Stefan&nbsp;Korinth und&nbsp;Paul&nbsp;Schreye<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/ich-moechte-multipolar-unterstuetzen\">Ich m\u00f6chte Multipolar unterst\u00fctzen<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/media\/pages\/artikel\/love-in-vain\/b7178f54a9-1765798644\/558724169a-282x.jpg\" alt=\"M\u00fcnchner Hauptbahnhof | Bild: picture alliance \/ Sven Simon \/ Frank Hoermann\" title=\"M\u00fcnchner Hauptbahnhof | Bild: picture alliance \/ Sven Simon \/ Frank Hoermann\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Love in Vain<\/h1>\n\n\n\n<p>Wohin rollt Deutschland? Die Anzeichen von Niedergang und Kriegsvorbereitung sind allgegenw\u00e4rtig. Immer schwerer wird es, deren Auspr\u00e4gungen allein mit n\u00fcchternen Analysen gerecht zu werden, wie Multipolar sie sonst ver\u00f6ffentlicht. Wir publizieren daher auch diesen assoziativen Essay von Wolf Reiser \u2013 eine \u201eBahnreise durch ein w\u00fcstes Land mit schwarzen Adern\u201c, \u201ebefallen von einer mysteri\u00f6sen Transformation\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/autorenarchiv?autor=Wolf Reiser\">WOLF REISER<\/a>, 15. Dezember 2025<\/p>\n\n\n\n<p>Vor einigen Wochen k\u00fcndigte Bahnchefin Evelyn Palla radikale Einschnitte an. Am Ende des McKinsey &amp; Roadmap-Sermons drohte sie ihrer derangierten DB an, sie ruckzuck \u201eauf links zu drehen.\u201c Als erstes Ergebnis der Rotation wurde dem Zaungast eine leicht beleidigte Frau Nikutta von der DB-Cargo pr\u00e4sentiert, obwohl diese gerade Tausende Leute entlassen hatte und zudem ein Minus von lediglich drei Milliarden vorwies; alles Bilanzen, f\u00fcr die man im Neuen Deutschland normalerweise f\u00fcr den Sanierungs-Oscar nominiert wird. Wenigstens erfuhr man nebenbei, dass die DB tats\u00e4chlich noch etwas mit dem G\u00fcterverkehr zu tun hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwa zur selben Zeit meldete sich der lange Zeit zur\u00fcckhaltend agierende und allerh\u00f6chste Bahnchef Carsten Breuer zu Wort. Manche kennen den nebenberuflichen 17. Generalinspekteur der Bundeswehr noch als \u201e<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/breuer-general-corona-krisenstab-101.html\">Corona-General<\/a>\u201c, der \u00fcber seine Gefreiten Merkel, Spahn und Wieler die Masken und Schlingen immer fester anzog und es fast schaffte, die freiwillige Impfpflicht in das Grundgesetz zu torpedieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der ein wenig an den mittleren Mielke erinnernde Miles &amp; More-Milit\u00e4r jagt atemlos zwischen Br\u00fcssel, Washington, Kiew, Berlin und Vilnius hin und her, um die resolut-hybriden Westwerte zu verteidigen. Dennoch schaffte es der dreifache Familienvater neulich in vollem Ornat in die B\u00fctt des ARD-Morgenmagazin-Kabaretts. Unter dem frenetischen Jubel des greisen Studiopublikums stellte er die baldige deutsche Beteiligung an einem Dritten Weltkrieg in Aussicht. W\u00e4hrend eine rundum verz\u00fcckte Moderierende hinzuf\u00fcgen wollte, dass f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung zu keinem Zeitpunkt irgendeine Gefahr bestehe, sa\u00df der oberste Feldherr schon in seinem Leopard 2A6 zur\u00fcck nach Kursk.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sehnsucht nach der verlorenen Zeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Ob Business oder Pleasure \u2013 wer heute einen deutschen Bahnhof betritt, wird schlagartig von einer Sehnsucht nach der verlorenen Zeit \u00fcberfallen. Die Rede ist vom Lockdown, jener tiefenentspannten, sprachlosen und vermummten Kollektivmeditation, die feinere Nasen mit den Fruchtaromen des Sagrotan-Spektrums assoziieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Rund um den Hauptbahnhof der Olympiastadt M\u00fcnchen sieht es desolat aus. \u201eStadt, M\u00fcll, Tod\u201c w\u00fcrde Fassbinder sagen und \u201edas Grauen!\u201c die Stimme Brandos. Doch das ist kein Kino, sondern ein multikulturelles Reality-Format. An den Randbereichen der Hallenruine halten sich die zaushaarigen Alten auf, gebeugt und gelbh\u00e4utig und meistens mit Kr\u00fccken und Rollatoren ausgestattet. \u00dcberfl\u00fcssig und ausgemustert starren sie auf die konfusen Vorg\u00e4nge auf den Anzeigetafeln. Vor den Ticketschaltern haben sich lange Schlangen gebildet, ges\u00e4umt von Fentanyl-Zombies, monologisierenden Pennern, balkanischen Bettlern, magrebischen Pushern und gestrandeten Backpackern. Alle anderen in diesem maschinenhaften Getriebe sind an das Netz gebunden. Viele junge Leute tragen plumpige Kopfh\u00f6rer und bahnen sich roboterhaft ihren Weg, den ihre h\u00fcfthoch getragenen Navigationtools empfehlen. Eventuell bieten sie auch eine Art moralischen Kompass. Auch die pickligen Bundeswehrburschen mit ihren knackvollen Rucks\u00e4cken vertrauen in geb\u00fcckter Haltung ihren Verteidigungs-Apps.<\/p>\n\n\n\n<p>Eierk\u00f6pfige und gertenschlanke IT-Profis t\u00e4nzeln angewidert Richtung Bahnsteig und hinterlassen Wortspikes wie \u201eSession\u201c, \u201ePotentials\u201c \u201eHigh End\u201c oder \u201eTeamspirit.\u201c Jeder redet hier und alle fuchteln und quatschen in diesem Wei\u00dfwurst-Kurdistan, M\u00fctter, Sch\u00fcler, Influencer, Aktivisten und Grauhaardackel. Es stinkt nach Gestank und ein abnormer Ger\u00e4uschpegel martert. \u00dcberall Hoodies, halblange Hosen, l\u00f6chrige Turnschuhe, Nasenringe und die sonstigen dumm-woken Post-Hippie-Mutationen. Im allgemeinen Mut zur H\u00e4sslichkeit f\u00e4llt auch der m\u00e4nnliche Haarschnitt ins Auge, dieser dialektische Stilmix aus Wehrmacht, Kalifat und Unterwerfung. Auf diesem Gebiet haben die muslimischen 5-Euro-Scherenschleifer ganze Arbeit bei ihren einheimischen Konkurrenten geleistet. Vor dem Barbershop dr\u00fcben posieren pr\u00e4potente Ehrenm\u00e4nner breitbeinig wie S\u00f6der und blicken abwechselnd auf ihre Goldhandys und so manche Paare und Passanten. In ihren Blicken wohnt pure Verachtung angesichts des Konglomerats aus Gutmenschen und Gebrechlichen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDon\u2019t touch me!\u201c zischt eine an und f\u00fcr sich schwer bewaffnete Bundespolizistin mit Pferdeschwanz in Richtung eines Talahons, der eine offenbar eben gestohlene Schneekugel wurfbereit h\u00e4lt. Ihr Streifenpartner droht, so lese ich es an seinen Lippen ab, mit einem \u201eWichsgriffel hoch\u201c und nimmt eine John Wayne-Pose ein. High Noon, Munich, Mainstation. Dramatisches Funkknacken. Sirenen. Die Rolltreppe sp\u00fclt eine Einheit neuer Kr\u00e4fte herbei. Br\u00fcllen. Geschubse. Festnahme. An der Sperrholzwand klebt ein altes Wahlplakat der bayerischen SPD: \u201eHol dir deine Zukunft zur\u00fcck!\u201c Rund um einen Abfalleimer geraten sich zwei alte Frauen wegen des Leerguts in die Haare.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Atmosph\u00e4re in dieser Halle ist ein Taumeln aus Verwahrlosung, Aggression, Tristesse, Resignation und R\u00fccksichtslosigkeit, halb Spannungsfall, halb Halloween. Alarm herrscht seit Jahren schon in unseren Bahnh\u00f6fen und entlang der Schienen. T\u00f6dliche Entgleisungen, t\u00f6dliche Zusammenst\u00f6\u00dfe, defekte Weichen und Oberleitungen, explodierende Stellwerke, gesperrte Br\u00fccken, Messerattentate, Schl\u00e4gereien, Vergewaltigungen, vollgekotzte Toiletten, bespuckte Kontrolleure, brennende Bordbistros. Anstelle des nostalgischen \u201eEveryone talks about the weather \u2013 not us!\u201c sind die meisten Leute heute einfach nur froh, wenn sie relativ unbeschadet in der N\u00e4he ihres Ziels ankommen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eNo way to slow down &#8230;\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>1952 verfasste Friedrich D\u00fcrrenmatt die Kurzgeschichte \u201eDer Tunnel.\u201c Auf seiner Stammstrecke bemerkt ein junger Mann, dass der Zug au\u00dfergew\u00f6hnlich lange durch einen, ihm bis dato nie aufgefallenen Tunnel f\u00e4hrt. Er macht sich auf den Weg zur Lokomotive und stellt fest, dass weit und breit kein F\u00fchrer zu sehen ist. Indessen nimmt die Geschwindigkeit st\u00e4ndig zu und dem Jungen wird klar, dass er und alle anderen in die Katastrophe rasen; wie sp\u00e4ter bei Jethro Tull: \u201eGod, he stole the handle, and the train, it won\u2019t stop going, no way to slow down &#8230;\u201c D\u00fcrrenmatts finaler Satz damals: \u201eNichts. Gott lie\u00df uns fallen und so st\u00fcrzen wir denn auf ihn zu.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gegenwart muss sich mit bescheideneren Bonmots abfinden, etwa \u201eFrieden gibt es auf jedem Friedhof\u201c. Die Stimmung in den Bordrestaurants erinnert an rollende Aussegnungshallen. Es gibt die zwei obligaten Suffk\u00f6pfe, den erw\u00e4hnten IT-Eierkopf und die leicht pikierte Dame mit der offenen SZ und einer treuen LV-Neverfull-Tasche. Die restlichen leblosen Augenpaare tauchen in meerblau leuchtende Displays. Je nach Grad der Elektro-Impulse und Dopaminst\u00f6sse erzucken die Gesichtsmuskeln. Dem Kopfsch\u00fctteln folgt ein Ruck der Selbstbeherrschung. Nein, wir lassen uns unsere Art zu leben von niemandem nehmen. Am Nebentisch erkl\u00e4rt die Servicekraft die defekte Kaffeemaschine mit einem gestrigen Vorfall, spitze Gegenst\u00e4nde, Blut, Bundespolizei. Bei jedem Fauchen der T\u00fcren richten sich die Augen kurz auf und wollen wissen, ob da einer erscheint, schreit, sticht, spuckt oder einem das Seitenbacher-M\u00fcsli wegisst.<\/p>\n\n\n\n<p>Konnte man einst, etwa in Richtung Augsburg diese Art von Unbehagen mit einem tr\u00f6stenden Blick hinaus vertreiben, auf weidende K\u00fche im Herbstnebel, gelbgoldene Bl\u00e4tterorgien, gr\u00fcne W\u00e4lder, aufgepfl\u00fcgte \u00c4cker, Fachwerkh\u00e4user, Schreberg\u00e4rten und Trauerweiden, ist inzwischen die erl\u00f6sende Sicht versperrt. Langsam, unmerklich und unaufhaltsam sind in den letzten Jahren Zehntausende von Betonkisten vorger\u00fcckt, lieblos kolorierte Einzellerk\u00e4sten, Zementschachteln mit Schie\u00dfscharten und winzigen Stahlgitterbalkonen. Sind das Depots, B\u00fcros, Au\u00dfendienstlerbuden, Flatratepuffs oder geplanter Leerstand? Und wer plant, genehmigt und baut das? Wer genau wohnt oder arbeitet hier? Unser ICE \u201eDonauwalzer\u201c steht seit einer gef\u00fchlten Stunde auf dem Abstellgeleis. Endlich rast aus der Gegenrichtung ein endloser G\u00fcterzug mit verschn\u00fcrtem Milit\u00e4rger\u00e4t und dicken F\u00e4ssern an uns vorbei, Richtung Kattowitz und Lviv. Wie hie\u00df meine erste TV-Sendung noch? Hunde, wollt ihr ewig leben?<\/p>\n\n\n\n<p>In Donaun\u00e4he werden mit f\u00fcr Deutschland ungewohntem Elan weitere Flachdach-Hallen und barackenartige Speditionslager erstellt. Ohne Unterlass wird Erdreich bewegt, Zement gemischt und vollbeladene Trucks schleichen durch den Morast. \u00dcberall sieht man Kr\u00e4ne, Bagger, Pumpen, Bohrer und Walzen. Im tr\u00fcben Neonlicht gibt es Tankstellen und die Logos der Netto-, Penny- und Lidlm\u00e4rkte. Ein Fitnesszentrum wirbt gro\u00dffl\u00e4chig f\u00fcr ein Herbstdiscount-Paket in Sachen Selbstverteidigung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Ulmer Bahnhof ist der Blick auf das M\u00fcnster durch schallhemmende Mauern verdeckt. Sie sind, wie fast jede freie Fl\u00e4che in diesem von einer mysteri\u00f6sen Transformation befallenen Land \u00fcber und \u00fcber mit stimmungszerm\u00fcrbenden Graffities \u00fcberspr\u00fcht. In ihrer expressiven Banalit\u00e4t erinnern diese Existenznachweise der Gegenkultur durchaus an das gesundheitspolitische Wirken von Dr. Lauterbach, dem f\u00fchrenden Viren- und Impfkom\u00f6dianten sowie Experte f\u00fcr staatlich zertifiziertes Round-Up-Cannabis, eine Chemikalie, die urspr\u00fcnglich als Rohrreinigungsmittel konzipiert worden war.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">500 Milliarden-Schecks fallen wie Herbstbl\u00e4tter<\/h3>\n\n\n\n<p>Womit wir auch schon auf der schiefen Bahn Richtung Stuttgart 21 w\u00e4ren, an deren Ende ein musterg\u00fcltiges Gruselkabinett lauert: Oettinger (\u201eWe are all sitting in one boat\u201c), Mappus, Wissmann, Grube, Mehdorn, Merkel, Kefer, Pofalla, Geissler. Sie alle umklammerten den Spaten, um diesem unterbelichteten Stuttgart einen zum Jahrtausendprojekt verkl\u00e4rten Tiefbahnhof in das Ged\u00e4chtnis zu stechen. Dieser sollte als neue, eurozentrale Schaltstelle, als globaler Herzschrittmacher fungieren am Kreuzweg von Istanbul und Rotterdam und auch von Genua und Lissabon. Zwar w\u00fcrde dieser schw\u00e4bische Suezkanal mit stolzen 1,8 Milliarden Euro zu Buche schlagen, doch daf\u00fcr, so die pfiffigen Gr\u00fcnderv\u00e4ter k\u00f6nne man ihn schon 2021 in Betrieb nehmen. Stand Oktober 2025 rechnet man mit einer partiellen Inbetriebnahme so um 2028 herum und mit Ausgaben in H\u00f6he von etwa 14 Milliarden Euro, die laut Gericht zum gr\u00f6\u00dften Teil von der DB \u00fcbernommen werden m\u00fcssen, die wiederum, laut DB kurz vor dem finanziellen Kollaps steht. Aber was hei\u00dft heute schon Kollaps? \u201eThe Times they are a changing\u201c und bei den Koalition\u00e4ren aller Art fallen 500 Milliarden-Schecks wie Herbstbl\u00e4tter in die Container. Noch im Sommer 2015 lie\u00dfen sich die W\u00fcstenrot-Wutb\u00fcrger nicht so leicht abwimmeln: Wieso dauert das so lange? Wohin versickert das ganze Geld? Was machen die da oben aus unserer Schw\u00e4bischen Eisenbahn?<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz da oben im Kanzlerthron sa\u00df eine gl\u00fchende Europ\u00e4erin und richtete ihre kalten Kulleraugen auf das Geschehen im \u00fcberf\u00fcllten Budapester Bahnhof. Hier musste \u201esofort, unverz\u00fcglich\u201c gehandelt werden und mit einem Knopfdruck wurden die Weichen auf ungebremsten Zulauf gestellt. Zug nach Zug rollte heran und gab den Millionenopfern der NATO-Farbrevolutionen eine neue Heimat. Ein Gro\u00dfteil der schw\u00e4bischen Streetfighter leiteten ihre Zweifel angesichts des \u201eGefahrguts\u201c ungefiltert in die Katharsis der Willkommenskultur um und redeten sich ein, man w\u00fcrde solidarisch vom Ende her denken, irgendwie.<\/p>\n\n\n\n<p>Am folgenden Tag fuhr der Zug \u00fcber Karlsruhe nach Baden-Baden auf die Minute p\u00fcnktlich ab. Das Bistro war blitzblank gefegt, im Hintergrund lief die \u201eZauberfl\u00f6te\u201c und es duftete nach frischem Kaffee und Butter-Croissants. Ich erkundigte mich bei der Bordstewardess nach dem Grund dieses R\u00fcckfalls in alte Gewohnheiten. \u201eAch, wissen Sie, dieser Zug endet in Basel und wenn er dort nicht punktgenau und halbwegs vorzeigbar anrollt, gehen an der Grenze einfach die Gatter herunter.\u201c So geht man auf kluge Art mit Schurkenstaaten um, dachte ich mir.<\/p>\n\n\n\n<p>Da auch das Wlan funktionierte, gelangte ich aus irgendeinem Grund auf die Homepage von Roderich Kiesewetter, der auf spektakul\u00e4re Art meinen Ostalb-Heimatwahlkreis in Berlin am K\u00f6cheln h\u00e4lt. Ein K\u00fcchenfoto zeigt ihn nebst Gattin beim Paprikaschneiden und dem Motto: \u201eAls evangelischer Christ liegt mir die Bewahrung der Sch\u00f6pfung am Herzen.\u201c Wom\u00f6glich ist weit unterhalb des Hauses sogar ein Extrabahnhof f\u00fcr ihn eingerichtet auf dem von einigen Verschw\u00f6rungstheoretikern behaupteten High-Speed-Subway, der Wiesbaden, Ramstein und Stuttgart unsichtbar verbinden soll.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"alert\">Immerhin befinden sich bei Vaihingen die Patch Barracks, also das EU-Hauptquartier der NSA und die Euro-Zentrale aller US-Kr\u00e4fte sowie aller milit\u00e4rischen Spezialeinheiten. Rund um die Basis herum, lese ich, haben sich in letzter Zeit sehr viele regionale High-Tech-T\u00fcftler-Firmen aus Luft- und Raumfahrt angesiedelt und scheinen ihre Produktpaletten nach und nach umzur\u00fcsten. In den nahen M\u00f6hringer Kelley Baracks sind mehr als 30.000 US-Kombattierende stationiert. Sogar die stets NATO-affine Stuttgarter Presse moniert, dass s\u00e4mtliche Anfragen zu Sinn und Zweck des Camps seit Jahrzehnten im Winde verwehen. Im hessischen Wiesbaden wurde 2022 die <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/kriegsplanung-von-deutschem-boden\">Koordinierungszentrale des Ukrainekriegs<\/a> etabliert und seit 2024 mehr oder weniger zu dem offiziellen Kriegsministerium gegen Russland ausgebaut, wie sich Frau Baerbock zutreffend verplapperte. 31 NATO-Mitgliedsstaaten sorgen j\u00e4hrlich mit Milliarden daf\u00fcr, dass diese Bude in Schwung gehalten wird. Und zur Air Base Ramstein ist ohnehin alles gesagt, obwohl niemand etwas Genaues wei\u00df, au\u00dfer dass man gut beraten ist, dort am Zaun keine Selfies zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\"><strong>(Achtung: Hier erlaube ich mir einen Hinweis auf das SHAEF(SupremeHeadquatersAlliedExpeditionaryForce)Symbol im Hintergrund des Bildes im verlinkten Artikel. Das Bild mit dem Kriegsverbrecher Selenskji ist sozusagen ein Schlag in die maskierte VasallenVisage des DeutschenDoofMichels und macht deutlich, wer in D das Sagen hat.)<\/strong><\/mark><br><a href=\"#top\">zur\u00fcck<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Man wird beim Surfen immer wieder von \u00fcberraschenden Wellen erwischt, wie etwa jene in Form eines milit\u00e4rischen Neubaus in der N\u00e4he des pf\u00e4lzischen Betzenbergs, bei Ballfreunden auch als rote H\u00f6lle bekannt. Das dortige US-Armeehospital Rhine Ordnance Barracks ist das fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfte Krankenhaus au\u00dferhalb der USA. Von den im Bauplan angegebenen 5.000 R\u00e4umen erwiesen sich nach gr\u00fcndlichem Studium nur 200 davon als mit Betten und medizinischem Equipment ausgestattet. Nimmt man den aus Steuermitteln gestemmten Etat, legt inklusive neuer Stra\u00dfen, Br\u00fccken und Tiefetagen in H\u00f6he von 2,2 Milliarden Euro als Ma\u00dfstab an, schl\u00e4gt jedes Krankenzimmer mit gut 10 Millionen zu Buche. Man muss ja nicht gleich die Iran-Contra-Keule schwingen, aber so eine H\u00fctte kann man g\u00fcnstiger haben. Doch wir leben in Zeiten, in denen Pal\u00e4ste den H\u00fctten den Krieg erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Lack ist ab<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zur Zarin Katharina II., die sich 1787 von F\u00fcrst Potemkin auf der Krim die optischen T\u00e4uschungen pr\u00e4chtiger Kulissen vorf\u00fchren lie\u00df, macht man sich im Deutschland 2025 nicht mehr die geringste M\u00fche, das Elend der Stadt- und Landbilder zu vertuschen. Der Lack ist ab und da helfen auch keine Projektionen irgendwelcher Zig-Milliarden-Sonderverm\u00f6gen. Im Bahnhof des legend\u00e4ren Kurorts Baden-Baden erwartet einen das obligate Grauen, Dreck, Halbstarke, Graffities, defekte Lifte, zerbrochene Fenster, verrammelte Gesch\u00e4fte. Es fehlt nur noch der Duft von Napalm.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Juli ordnete Dr. Bruno Most, Brigadegeneral des Gesundheitswesens der Bundeswehr wem auch immer an, sofort, unverz\u00fcglich alte Z\u00fcge in ambulante Waggons umzur\u00fcsten, um so Zehntausenden von Verwundeten oder Toten ein Dach \u00fcber den Kopf zu bieten. Auch sei man mit Lufthansa, der DHL und dem Bahnvorstand in der Planung, um so schnell und so viel wie m\u00f6glich an ankommenden NATO-Truppen und schwerem Ger\u00e4t an die Ostfront zu bef\u00f6rdern. W\u00e4hrend Pistorius den seriellen Kasernenbau ank\u00fcndigt und sich in t\u00e4glichen Bulletins milit\u00e4rphilosophisch dem Ritual des freiwilligen Opfers annimmt, mogeln sich, mittelm\u00e4\u00dfig abgestimmt seltsame Fachleute oder Ex-Gener\u00e4le an den B\u00fchnenrand und verschieben den Kreuzzug von 2029 nach 2028, dann 2027 und erh\u00f6hen kurz darauf auf 2026. <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus68f8b35459e2e0975070813c\/angriffsziel-deutschland-es-koennte-2026-sein-es-koennte-heute-abend-sein.html\">K\u00fcrzlich wusste<\/a> Eberhard Zorn, Milit\u00e4rexperte f\u00fcr Aufbruchsstimmungen aller Art, dass das Ganze aber auch schon heute Abend losgehen k\u00f6nnte, frei nach Gimmie Shelter, Stones, 1969, \u201eWar, children, is just a shot away, rape, murder&#8230;shot away.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Aber das alles verf\u00e4ngt noch nicht so richtig. Die Leute gehen millionenfach in Vereinsfarben in die Stadien, buchen f\u00fcr kommenden Sommer die geliebten Balearen platt und w\u00e4hlen immer wieder genau so, wie das der Begriff Stimmvieh nahelegt. Derweil l\u00e4sst Herr Tiesler, Pr\u00e4sident des Bundesamts f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz landesweit f\u00fcr 25 Milliarden Euro im Jahr Bunkerr\u00e4ume f\u00fcr eine Million Schutzsuchender in Schienen- und Bahnhofsn\u00e4he ausbauen, mit einem Quadratmeter pro Person und Vorrat f\u00fcr 14 Tage mit Notk\u00fcchen, Toiletten, Wasserpumpen, Strom und Luftreinigung. Mit diesen chirurgischen Eingriffen ins Stadtbild lie\u00dfen sich auch die Hunderttausende, rotwei\u00df abgesperrte Baustellen erkl\u00e4ren, auf denen man fast nie einen Werkt\u00e4tigen sieht, aber daf\u00fcr jede Menge Dixie-Kloh\u00e4user. Beim Weitersurfen stie\u00df ich auf einen kleinen Artikel in einer donauschw\u00e4bischen Lokalzeitung und fand eine plausible Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Wildwuchs dieser Zementschachteln. Ganz offenkundig werden die ohnehin insolventen Kommunen gen\u00f6tigt, schienennahe Grundst\u00fccke und bestehende Objekte oder Bauruinen aufzukaufen, damit dort im Schnellverfahren neue Einsatzzentralen, Lager- und Fertigungshallen, Bunker und Logistikgeb\u00e4ude erstellt werden. Um die Bev\u00f6lkerung nicht zu verunsichern, empfiehlt man den beauftragen Maklern, als \u201eHead of Industrial and Logistics\u201c zu agieren.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNo way to slow down &#8230;\u201c Seit wann genau hat der gro\u00dfe transsibirische Zug eigentlich schon Fahrt aufgenommen? 2005? 2015? 2022? Ab wann setzte der Zugriff einer m\u00e4chtigen unsichtbaren Hand auf das Netzwesen ein? Unsere nationale M\u00e4rklinbahn rollt derweil in selbstgeschaufelte L\u00f6cher. Die Bahnh\u00f6fe Stuttgart und M\u00fcnchen werden absolute Megadesaster; ausgehebelt derzeit sind die Strecken Hamburg-Berlin, Mannheim-Frankfurt, Freiburg-Offenbach als Teil von Basel-Karlsruhe sowie der Brennernordzulauf. T\u00e4glich werden neue Strecken abgemeldet und pro Jahr kommt man l\u00e4ssig auf 200.000 ausgefallene Z\u00fcge. Dass es auch anders geht, konnte man bei der logistischen Verlegung der Panzerbrigade 45 nach Litauen innerhalb der angesetzten sechs Wochen erfahren. Dort, rund um Vilnius, f\u00fchlten sich auch schon 1941 die SS-Divisionen ganz wie zuhause. Positives Feedback gibt\u2019s auch von der Cargostrecke zwischen Berlin und Rotterdam. Im dortigen Hafen sind f\u00fcr unbefristete Zeit ganze Bl\u00f6cke von Anlegestellen f\u00fcr Versorgungsschiffe aus der USA, UK und Canada reserviert &#8230; \u201eno way to slow down &#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neuprogrammierung des gro\u00dfen Fahrplans<\/h3>\n\n\n\n<p>Angesichts der Zust\u00e4nde von Flug- und Wasserh\u00e4fen, Br\u00fccken, Stra\u00dfen, Schienen, Schulen, Unis, Wohnungen, Industrien, Politik, Medien und des Energiesektors kann ein vernunftbegabter Beobachter nur zu dem einen Schlu\u00df kommen, dass Renovation und Reparation ausbleiben, weil es in absehbarer Zeit noch schlimmer kommen wird und es hier bald ohnehin aussieht wie in Gaza. Wer jetzt den Kopf sch\u00fcttelt, mag sich an den Davoser Zauberberg erinnern, von dem aus Klaus Schwabs WEF-Talentschuppenmeute, von Blair, Charles, Baerbock, Fink, Gates \u00fcber Merkel, Trudeau, Kallas, Macron bis zu Leyen jahrelang mit echsenhaftem Grinsen die Zukunft verk\u00fcndete: \u201eThe Great Reset\u201c und \u201eBuilt Back Better.\u201c Niemand kann behaupten, dass die L\u00f6schung wie Neuprogrammierung des gro\u00dfen Fahrplans unserer sogenannten Zivilisation im Geheimen betrieben wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>R\u00fcckfahrt. Das gleiche Bild, nur von der anderen Seite. Die Bar im Bistro ist seit Ulm vergittert. Blackout. Flasche leer. \u201eVor drei Wochen wurden dr\u00fcben die Gundremminger K\u00fchlt\u00fcrme entsorgt\u201c, sagt ein schw\u00e4bischer Eingeborener \u201eund da standen im str\u00f6menden Regen an die 30.000 Deppen in der Gegend herum. Es gab sogar einen Foodtruck, der ein Paar Sprengw\u00fcrste mit Senf angeboten hat. Alle in Superstimmung, hoch die Tassen, wie beim Weihnachtsmarkt. In diesem Land ist der Zug endg\u00fcltig abgefahren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Durchsage erkl\u00e4rt die aktuelle Verz\u00f6gerung mit Lebewesen, die sich auf den Schienen bef\u00e4nden. Zeit zur Reflektion. War, just a shot away. Wo sind eigentlich die Abermillionen Zeichensetzer, Stimmenerheber und Unseredemokratie-hochhalter? Die schlaflosen Omas, Antifa-Kids, Klimakleber, Arbeiter, Studierende und vor allem die mehrfach Geimpften? Where are the clowns? Send in the clowns! Alles vergessen? Friede, Brecht, Gleichheit, Zweig, Woodstock, Liebe, B\u00f6ll, Braterski, Picasso, Grass, Schwerter, Jesus, Pflugscharen, Remarque, Brandt, Rinser, Che, Freiheit, Fidel, Imagine-John und Plastic Ono? Es begann mit 5.000 Helmen und zum dritten Mal in etwas mehr als einem Jahrhundert zieht es die Deutschen weitgehend frei und willig in die magische Ostfalle mit den Parametern Krim, Kursk, Leningrad. Das Deja-Vu erinnert an Karl Marx und die Wiederholung der Geschichte als Farce. Im Osten steht der imaginierte nukleare Untermensch, im sonstigen Europa warten Verrat und H\u00e4me, w\u00e4hrend die transatlantischen Sportsfreunde aus dem Zbginiew Brzeszinski-Stall ein paar Bauern opfern und gedanklich in weiter Zukunft walten. Am Ende der Verwertungskette Wallstreet, London und Br\u00fcssel bleibt die Funktion als Schlachtfeld und Aufmarschgebiet.<\/p>\n\n\n\n<p>Es scheint tief in der Nationalpsyche verankert zu sein, dass wir immer wieder aufs Neue von Menschen gef\u00fchrt werden, die eine arrogante, neokoloniale Gro\u00dfmannssucht zur Schau stellen. Ob Wilhelm II. und Bismarck, Papen und Hindenburg bis zu Habeck und Merz haben wir da Typen, die im Gestus halbgarer Studienr\u00e4te uns allen und der restlichen Welt Moral und Richtung vorgeben. Wom\u00f6glich beginnt die Wahnspirale aus Euphorie und Depression in der absurden Reichskonstruktion von 1870 und pr\u00e4gte danach von diversen Schuldtraumen begleitet diesen zwanghaften Charakter, dem eine echte Identit\u00e4t fehlt und der deswegen zu Konformismus und besch\u00e4mender Verzwergung neigt. Und dagegen k\u00f6nnen auch die besten Kopfh\u00f6rer und Apps nichts ausrichten. <a href=\"https:\/\/www.musixmatch.com\/de\/songtext\/The-Rolling-Stones\/Love-in-Vain\">\u201eThe blue light was my baby and the red light was my mind &#8230;\u201c<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bahnhof G\u00fcnzburg am sp\u00e4ten Abend. Donaunebel in Mengeles Heimatstadt. Junge M\u00e4nner mit gro\u00dfen Kapuzen chillen am Bahnsteig. Die Zeiger der gro\u00dfen Uhr sind herausgerissen. Vor der Spielhalle sieht man im Neonflackern zwei alleinstehende Kinderfrauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht wird aber nicht nur die Bahn, sondern demn\u00e4chst gleich das ganze Land auf links gedreht. Und wenn sich die giftigen Wolken dann in ein paar Jahren oder Jahrzehnten verzogen haben, dann besuchen uns vielleicht Griechen, Russen und Kenianer und Vietnamesen mit einem Lonely Planet-Guide unterm Arm, machen Selfies von der Feldarbeit einfacher Bauern, von germano-arkadischen Ziegenhirten, dem Gastwirt eines fr\u00f6hlichen Weinbergs und dem gemeinsamen De-Tox-\u00dcbernachten im d\u00f6rflichen Misthaufen, ganz so wie es sich f\u00fcr ein hochentwickeltes Degrowth-Vorzeigeland geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>\u00dcber den Autor:<\/strong> Wolf Reiser, Jahrgang 1955, ist Reporter und Essayist. Er ver\u00f6ffentlichte Portraits, Kolumnen, Interviews, Short Stories und Reportagen unter anderem f\u00fcr Lettre, Du, Zeit, S\u00fcddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine, Cicero, Playboy, Brandeins, Welt, Madame, Vogue und Rolling Stone. Reiser ist au\u00dferdem Autor von Drehb\u00fcchern, H\u00f6rspielen und Reiseb\u00e4nden. Sein Essay <a href=\"http:\/\/www.wolf-reiser.de\/freiwild_link_3.pdf\">\u201eFreiwild \u2013 \u00fcber Z\u00e4hmung, Verwahrlosung und Niedergang des Journalismus\u201c<\/a> wurde 2015 f\u00fcr den Michael Althen-Preis nominiert. Erz\u00e4hlungen \u00fcber Cohen auf Hydra, Jarrett in K\u00f6ln, den Eros der D\u00fcfte und den Wahn des Ouzo finden sich in den vier <a href=\"https:\/\/www.lettre.de\/\">Lettre<\/a>-Ausgaben des Jahres 2025. Er wohnt nahe des M\u00fcnchener Hauptbahnhofs.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein au\u00dferordentlicher Blick auf das Verm\u00e4chtnis der andauernden USBesatzung &#8211; siehe auch die rot markierte Anmerkung &#8211; im besten Deutschland aller Zeiten.Bis auf die oberfl\u00e4chliche Betrachtung zu Bismarck und seines Erfolgskonzeptes, Deutsches Reich, welches&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1351,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1349","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1349","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1349"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1349\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1379,"href":"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1349\/revisions\/1379"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1351"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1349"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1349"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bisskultur.ipv64.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1349"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}